Mit dem Fortschreiten der rechtsextremen Karriere erfährt der politische Aspekt eine dominantere Stellung. „Politische Feinde“ werden expliziter benannt und Gewalt wird zunehmend ein Mittel der Auseinandersetzung. Auf Kameradschaftsveranstaltungen werden Referate zu einschlägigen Themen gehalten, in denen die rechtsextreme Weltsicht weitergegeben wird. Die szeneinternen Kontakte nehmen zu. Nicht selten finden Partys und Konzerte statt, bei denen junge Menschen aus einem Einzugsbereich von bis zu hundert Kilometer anwesend sind.
Parallel werden szeneexterne Kontakte diffamiert. Aus der Sicht der rechtsextremen Szene dient die konspirative Abschottung der Vorbeugung gegen Verrat. Häufig wird auch der enge Kontakt zu den Eltern kritisch gesehen. Hierdurch ergibt sich ein immer einseitigeres Leben mit annähernd ausschließlichen Szenebezügen.
